Mauerfall

SOLO SUNNY

DDR 1980, 100 Min., DCP, FSK: ab 12, Regie: KONRAD WOLF
Buch: Wolfgang Kohlhaase, Kamera: Eberhard Geick, Musik: Günther Fischer
Mit: Renate Krößner, Alexander Lang, Heide Kipp, Dieter Montag, Klaus Brasch u.a.

DO 14.11. FR 15.11. SA 16.11. SO 17.11. MO 18.11. DI 19.11. MI 20.11.
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Die DDR, Ende der siebziger Jahre. Die Sängerin „Sunny“ tingelt mit ihrer Band durch die Provinz. Mit pfiffigen und zuweilen auch groben Mitteln setzt sie sich gegen moralische Verdächtigungen zur Wehr und sorgt dafür, in einer Männerwelt des Unterhaltungsbetriebes nicht zum „Wanderpokal“ zu werden. Vormachen und vorschreiben lässt sich Sunny nichts. Trotz aller beruflichen und privaten Rückschläge sowie der Schwierigkeiten, ihre Träume mit den Lebensrealitäten in der DDR in Einklang zu bringen, versucht sie, die Hoffnung nicht aufzugeben.

„Solo Sunny“, der letzte Film des bedeutenden DDR-Regisseurs Konrad Wolf, zeigte das Kino der DDR von einer überraschend anderen Seite und ist grandios besetzt. Zur Entdeckung wurde Renate Krößner in der Titelrolle, für die sie auf der Berlinale 1980 den Silbernen Bären erhielt.

Den bösartigen der beiden Saxophonisten spielt Klaus Brasch, der Bruder des Schriftstellers/Regisseurs Thomas Brasch und Sohn des ehemaligen stellvertretenden DDR-Kulturministers Horst Brasch. Als Mitglied einer Nomenklatura-Familie hatte sich Klaus Brasch wie sein Bruder zum Rebellen entwickelt, und etwas von seinem Zorn spürt man der Vehemenz an, mit der er seine Figur zu einem Ekelpaket macht.
(nach: Lex.d.Internat.Films, faz.net)

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